
Endometriumkarzinom
NRG-GY018 (EC): OS-Benefit durch Pembrolizumab
Beschreibung
Aktualisierte Langzeitdaten zur Kombination aus Immuncheckpointinhibition und Chemotherapie in der Erstlinie des fortgeschrittenen oder rezidivierten Endometriumkarzinoms unterstreichen die anhaltende klinische Relevanz dieses Therapieprinzips. Im Mittelpunkt steht insbesondere die randomisierte, doppelblinde Phase-III-Studie NRG-GY018/KEYNOTE-868 (NCT03914612), in der 810 Patientinnen 1 : 1 Pembrolizumab oder Placebo jeweils zusätzlich zu Carboplatin/Paclitaxel erhielten, gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab bzw. Placebo [2]. Die Studie analysierte dMMR- und pMMR-Tumoren getrennt. In den aktuellen Gesamtüberlebensdaten zeigte sich in der dMMR-Kohorte bei einem Informationsanteil von 43% ein signifikanter Vorteil zugunsten von Pembrolizumab (HR: 0,56; 95-%-KI: 0,34–0,92; p = 0,0124) (Abb. 2); das mediane (m)OS war in beiden Armen noch nicht erreicht. In der pMMR-Kohorte waren die Daten reif: Hier zeigte sich ein numerischer, jedoch nicht signifikanter Vorteil mit Pembrolizumab (medianes OS: 44,4 vs. 35,1 Monate; HR: 0,86; 95-%-KI: 0,69–1,08; p = 0,1072).
Abb. 2: OS unter Pembrolizumab + CP bei Patientinnen mit Endometriumkarzinom in der NRG-GY018-Studie (modifiziert nach [2])
„Beide Studien (RUBY und NRG-GY018) haben in der Langzeitanalyse die positiven Ergebnisse der initialen Analyse bestätigt und bekräftigen damit die Wirkung der Immuncheckpointinhibition, insbesondere bei dMMR-Patientinnen in der First-Line-Situation beim Endometriumkarzinom.“ Prof. Dr. Lars Hanker